FDP Marburg: Listenaufstellung und OB-Kandidat

11.12.2020

Kommunalwahl 2021 in Marburg: Die FDP-Listen stehen. Michael Selinka zum OB-Kandidaten gewählt.


Bei Ihrer Ortsmitgliederversammlung in Moischt hat die FDP Marburg mit Michael Selinka einen FDP-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl einstimmig gewählt. Michael Selinka, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist aktuell ehrenamtlicher Stadtrat für die FDP/MBL-Fraktion im Magistrat und Mitglied von Orts- und Kreisvorstand. Als gebürtiger Marburger, Lehrer an einem Marburger Gymnasium und unter anderem ehemaliger Inhaber eines Sportartikelgeschäfts ist er tief in Marburg verwurzelt. Auf seiner Agenda stehen Schulen, Kindergärten, die Sportförderung und Verkehrsinfrastruktur ganz oben. Große Projekte wie der Behringtunnel müssen endlich konkret geplant und angegangen werden.  
Zudem wurde die Liste für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung aufgestellt und gewählt. Christoph Ditschler, FDP-Ortsvorsitzender, macht deutlich: „Wir freuen uns, dass wir eine starke Liste für Marburg haben und zudem erstmals drei FDP-Listen für Ortsbeiratswahlen in Cappel, im Südviertel und in der Marbach wählen konnten. Das Plus an aktiven und engagierten Mitgliedern macht das möglich.“
Thematisch setzte sich die Ortsmitgliederversammlung mit einem Antrag zur Planung eines Emil-von-Behring-Museums auseinander, was sehr begrüßt wurde. Einstimmig wurde beschlossen, dass die FDP Marburg die Planung eines Marburger Emil-von-Behring-Museums insbesondere zum Thema der Virologie befürwortet. 
Im Prinzip war Emil von Behring einst ein Gründer eines mutigen Start-Up, damals (teilweise) außerhalb Marburgs im Dorf Marbach. Er war Begründer der passiven antitoxischen Schutzimpfung („Blutserumtherapie“) und erhielt 1901 den Nobelpreis. Sein Mut, Wissen und Gründergeist ermöglichten nicht nur medizinische Durchbrüche und, sondern bilden durch die Behringwerke spätestens seit der Eingemeindung der Marbach die Grundlage für den Wohlstand und die Finanzkraft der Universitätsstadt Marburg. Ohne die stets hohen Gewerbesteuereinnahmen der Nachfolgefirmen an den Standorten könnte sich Marburg vieles nicht leisten. Zudem wäre es gerade aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie und der Hoffnung auf einen (in Marburg mitentwickelten) Impfstoff sehr wichtig und wünschenswert eine didaktisch und museumspädagogisch gut gestaltete Wissensvermittlung zum Thema Virologie insbesondere für Schulkinder anbieten zu können. 
Trotz der immensen Relevanz für Marburg gibt es in Marburg kein Museum zu Emil von Behrings Leben, Werk und Wirken sowie speziell zur Virologie. Ein modernes Museum könnte in besseren Zeiten ein Ziel von Klassenfahrten und Besuche von Familien, Studierenden und Touristen sein. Daher sollte eine entsprechende Planung ins Auge gefasst werden. Denkbar wäre eine Unterstützung durch die Standortfirmen.