Bebauung Hasenkopf/ Rotenberg

Die Oberhessische Presse hat bezüglich der geplanten Bebauung in der Marbach einige Fragen an die Parteien in der Stadtverordnetenversammlung gerichtet – hier finden Sie unsere Antworten:

Hasenkopf. Allerdings ist die Thematik auch in unserer Fraktion zu Recht nicht unumstritten. Da wir keinen Fraktionszwang wie die Volkspartei CDU und die ehemalige Volkspartei SPD haben, wird sich unser Fraktionskollege Dr. Uchtmann sowohl gegen den Hasenkopf als auch gegen den Oberen Rotenberg aussprechen, da er – wie die gesamte Fraktion – ein neues Baugebiet auf den Lahnbergen für sinnvoller hält. 

Dieses Gebiet (Hasenkopf) ist mit deutlich weniger Fragezeichen versehen. Es sollte gebaut werden – nur, wenn es Investoren möglich ist, neuen Wohnraum zu schaffen, kann die Nachfrage nach stadtnahem Wohnen befriedigt werden. Nur das führt langfristig zu weniger Mietsteigerungen.

Neubaugebiete zu erschließen, ist immer eine Herausforderung, es gibt immer auch Nachteile. Für uns überwiegen am Hasenkopf jedoch die Vorteile. Jedes bereits bestehende Wohngebiet zog einst einen Eingriff in unsere Umwelt mit sich, auch der Bau des Landgrafenschlosses.
Grundsätzlich warnen wir aber davor, den hohen Bedarfsprognosen, die nur auf einer Quelle basieren, mit Aktionismus zu folgen. Niemand kann die Zukunft vorhersagen, auch nicht der OB und die Stadtplanung. Daher sollte man im weiteren Verlauf auch noch mal die Frage nach der Dimensionierung des Wohngebiets am Hasenkopf stellen.

Für die Marbach sehen wir — außer der romantischen Vorstellung eines Behringtunnels — keine konkreten Lösungsansätze. Die Verkehrsproblematik ist unlösbar. Sowohl Rotenberg als auch Ketzerbach sind schon überlastet. Das sieht in Ockershausen ein bisschen anders aus. Das Nadelöhr Stauffenberg-Straße / Gisselbergerstrasse sollte man aber ausbauen bzw. verbessern. Die Busanbindung, auch in den Abendstunden, müsste ebenso verbessert werden, so wird ein wenig Verkehr vermieden.

Eine Nahversorgung ist am Hasenkopf vorhanden, falls sie nicht ausreichend ist, sollte auf die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes hingearbeitet werden. Hier zeigen wir uns aufgeschlossen, die Nahversorgung bedarfsgerecht anzupassen.